Personenzentriertes Heizen

Personen heizen statt Gebäuden

Beim personenzentrierten Heizen geht es darum, deine Raumheizung so weit wie möglich runterzudrehen ohne dass du frieren musst oder deine Wohnung in Mitleidenschaft gezogen wird. Laut einer Studie der Universität Löwen sind dabei Einsparungen von bis zu 96 % möglich. In diesem Artikel erfährst du alles was du für eine erfolgreiche Anwendung wissen musst.

Kleidung

Das Herzstück des personenzentrierten Heizens ist die Heizweste. Sie versorgt deinen Körper punktgenau mit Wärme - egal ob zuhause oder unterwegs. Entscheidend ist, dass die Weste eine große Akkukapazität, hohe Heizleistung und lange Lebensdauer hat. Gleichzeitig sollte sie sich problemlos unter einer Strickjacke oder einem Hoodie tragen lassen, damit sie unsichtbar in deinen normalen Kleidungsstil integriert werden kann.

Als unterste Schicht empfiehlt sich ein Base Layer beziehungsweise Thermounterwäsche (Oberteil + Hose). Diese sorgt dafür, dass dein Körper und weniger Wärme verliert. Besonders bewährt hat sich die Ultra-Linie für Damen und Herren. In Kombination mit der Heizweste entsteht so ein sehr effizientes persönliches Wärmesystem.

Da die Füße häufig als erstes frieren, spielen sie eine wichtige Rolle für das gesamte Wärmeempfinden. Lammfell-Hausschuhe sind hier eine besonders effektive Lösung, weil das extra dicke Fell hervorragend isoliert und gleichzeitig Feuchtigkeit reguliert. Dadurch bleiben die Füße dauerhaft warm, ohne dass sich ein unangenehmes Klima bildet. Unsere Lammfell-Hausschuhe sind gemeinsam mit der Heizweste im Abo erhältlich.

Gebäude-Schutz

Personenzentriertes Heizen bedeutet nicht, das Gebäude zu vernachlässigen. Damit deine Wohnung keine Schäden durch Feuchtigkeit oder Frost davonträgt, ist es wichtig, Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Blick zu behalten. In unserem Abo sind deshalb spezielle Mess-Stationen enthalten, die dir zuverlässig anzeigen, wie sich dein Raumklima entwickelt.

Besonders entscheidend ist die relative Luftfeuchtigkeit. Sie sollte dauerhaft zwischen 40 und 60 Prozent liegen, um die Bildung von Schimmel zu vermeiden. Eine angemessene Luftfeuchtigkeit erreichst du durch regelmäßiges Stoßlüften – insbesondere vor und nach dem Schlafen sowie nach dem Duschen und Kochen. Wer über eine automatische Wohnraumbelüftung verfügt, profitiert zusätzlich von einer selbstständigen Regulierung, was das Risiko weiter reduziert.

Wir empfehlen, die Raumtemperatur zunächst auf 16 °C abzusenken und über mehrere Wochen zu beobachten, ob sich Feuchtigkeitsprobleme entwickeln. Achte dabei besonders auf typische Schwachstellen wie Fensterbereiche, Raumecken und Flächen hinter Möbeln. Größere Möbelstücke sollten idealerweise etwa 10 bis 20 Zentimeter Abstand zur Außenwand und rund 50 Zentimeter zu kalten Raumecken haben, damit die Luft ausreichend zirkulieren kann.

Wenn deine Wohnung bei 16 °C stabil bleibt, kannst du die Temperatur schrittweise weiter reduzieren. Auf diese Weise näherst du dich kontrolliert deinem optimalen Einsparniveau, ohne unnötige Risiken einzugehen. Zusätzlichen Schutz vor Schimmel können bei Bedarf Sockelheizbänder oder schmale Infrarot-Leisten bieten, die sich über eine Zeitschaltuhr gezielt betreiben lassen und so nur minimalen Stromverbrauch verursachen.

Schlaf

Da du deine Heizweste im Schlaf nicht tragen solltest, benötigst du für die Nacht eine alternative Lösung. Manche Menschen entscheiden sich für eine besonders dicke Bettdecke, andere bevorzugen einen gut isolierenden Schlafsack. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Schlafzimmer nur in der Nacht moderat zu beheizen, beispielsweise auf etwa 18 °C.

Hierfür eignet sich ein smartes Heizventil besonders gut, da sich feste Heizzeiten programmieren lassen. Der Raum wird nur dann erwärmt, wenn es tatsächlich notwendig ist, und kühlt danach wieder ab. So bleibt der Schlafkomfort erhalten, ohne dass unnötig Energie verbraucht wird.

Bedeutung für die Energiewende

Weil Heizwesten viel schneller ausgerollt werden können als Wärmepumpen und zudem noch deutlich preiswerter sind, stellt das personenzentrierte Heizen eine große Hoffnung für die stockende Energiewende dar. Das personenzentrierte Heizen ist zudem auch mit Wärmepumpen kompatibel und kann deren Energieverbrauch drastisch senken und somit die Winterspitze im Stromverbrauch abflachen. Der Bedarf an teuren saisonalen Stromspeichern wird somit reduziert.